Private Unfallversicherung
Was unterscheidet eine private Unfallversicherung von einer betrieblichen Unfallversicherung? Wenn man in der Firma arbeitet, dann ist man über die Berufsgenossenschaft versichert, privat ist man allerdings völlig unversichert. Das gilt sowohl für Arbeitnehmer, als auch für Selbständige und natürlich auch für Schüler und Studenten. Viele Menschen sind sich gar nicht darüber im Klaren wie wichtig eine private Unfallversicherung ist. Wenn man einen Unfall hat und nicht berufsunfähig wird, dann bringt auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung hier nicht viel.
Natürlich sind private Unfallversicherungen nicht gerade teuer, allein deswegen sollte man unbedingt eine abschliessen.
Die private Unfallversicherung zahlt, wenn Versicherte durch einen Unfall einen bleibenden körperlichen Schaden davontragen. Von dauerhafter Beeinträchtigung wird gesprochen, wenn der Schaden, der aus einem Unfall resultiert, für länger als drei Jahre bestehen wird.
Die Unfallversicherung gleicht den Lohnausfall aus und zahlt aus dem Unfall entstandene Kosten. So greift die Unfallversicherung, wenn aufgrund des Unfalls das Auto oder die Wohnung umgebaut werden muss. Kosten für zusätzliche Therapien werden ebenfalls von der Unfallversicherung übernommen, wenn die Krankenkasse oder der Rentenversicherungsträger diese nicht trägt. Wird eine Hilfe bei der Kinderbetreuung oder im Haushalt benötigt, dann ist ebenfalls die Unfallversicherung zu kontaktieren. Die Unfallversicherung ist nicht dazu geeignet, den Verlust der Arbeitskraft finanziell abzudecken. Hierzu muss eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Betracht gezogen werden. Selten wird eine Berufsunfähigkeit durch einen Unfall hervorgerufen, aber nur in diesem Falle würde die Unfallversicherung greifen. Folgt die Berufsunfähigkeit aufgrund eines Arbeitsunfalls, dann ist der Geschädigte durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert.
Kinder sollten zunächst durch die Risikolebens- und die Berufsunfähigkeitsversicherung der Eltern geschützt sein. Ist für die finanzielle Sicherheit der Familie bei Krankheit oder Tod eines Elternteils gesorgt, sollte über die Versicherungen der Kinder nachgedacht werden.Eine Unfallversicherung für Kinder macht auf jeden Fall Sinn, vor allem weil vor dem 15. Lebensjahr noch keine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden kann.
Kann ein Kind infolge eines Unfalls sein Leben lang nicht arbeiten, müssen seine Eltern gegebenenfalls bis zu ihrem Tode für den Unterhalt aufkommen.
Die Schüler- und Studenten-Unfallversicherung deckt lediglich Unfälle auf Schulwegen oder während des Schulbetriebes ab. Unfälle, die zu Hause oder in anderen Bereichen passieren, werden durch die gesetzliche Unfallversicherung somit nicht abgesichert.